Was ist Heim- oder Gebäudevernetzung und braucht man das?

10. November 2016 - Themenreihe Smarthome und Ambient Assisted Living

Einführung

Zugegeben, ein vernetztes Haus (Smarthome) gehört nicht gerade zu den Grundbedürfnissen. Man kann auch ganz gut ohne leben. So wie man ohne Smartphone leben kann, oder eher konnte. Aber bereits die nächste Stufe der Bedürfnispyramide nach Maslow spricht von Sicherheit. Sowohl beim Handy, als auch beim vernetzten Heim kann man hier nun Argumente finden, warum man es haben muss. Das Sicherheitsgefühl ist doch besser, wenn man mit dem Handy unterwegs ist oder wenn man unterwegs weiß, dass sein Haus nicht brennt, weil der Herd noch an war. Ganz klar, es gibt auch Dinge im Smarthome, welche erst zur dritten oder vierten Stufe der Bedürfnispyramide (z.B. ICH- Bedürfnis) zählen.

Der Nutzen

Der Grund sein Haus, oder besser gesagt die Geräte, untereinander zu vernetzen, kann vielfältig sein. Ein Beispiel für den Sicherheitsaspekt könnte sein: Ich will an meinem Urlaubsort benachrichtigt wer- den, wenn Rauch in meinem Heim ist (natürlich keine Wunschvorstellung :-) ). Dann muss der Rauchmelder der Firma X über ein Medium der Firma Y an mein Handy der Firma Z eine Nachricht schicken. Oder ein Beispiel für Komfort: Beim Betreten des Haus soll die SONOS-Soundanlage automatisch meine Playlist abspielen und das Raumambiente auf Feierabendstimmung wechseln.

Die Herausforderung

Die Herausforderung ist jedoch immer die selbe: Können die unter- schiedlichen Medien miteinander kommunizieren? Schließlich müssen die Informationen von einem Gerät ins andere. Die Geräte müssen also miteinander gekoppelt werden. Daher gibt es von immer mehr Herstellern oder Protokollen (z.B. IP) sogenannte Gateways, welche die Brücke zwischen einer "Sprache" (z.B. SONOS) zu einer andere Sprache (z.B. Gebäudebussystem KNX) herstellen. Natürlich gibt es nicht für jede elektrische Komponente passende "Brücken". Es wird wahrscheinlich noch keine Brücke für eine Fritteuse zur Dunstabzugs- haube geben, obwohl das sehr sinnvoll sein kann. By the way: Es geht trotzdem, dass der Fettgeruch rechtzeitig automatisch abgesaugt wird (haben wir bereits in Wohnungen implementiert :-) ). Die Kunst ist einfach: Wähle Systeme so aus, dass es Brücken gibt, welche die Nutzungsanforderungen erfüllen, oder baue selbst passende Brücken.

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